Ab sofort informieren wir – mit persönlichen Buchtipps von Mitgliedern des Fördervereins Buchstützen e. V. – über aktuelle Neuanschaffungen der Öffentlichen Bücherei St. Matthäus Alfter, von der DVD über Bücher bis hin zu Zeitschriften.
Schauen Sie regelmäßig bei uns vorbei, lassen Sie sich inspirieren!
Alle vorgestellten Medien sind in der Bücherei zu den Öffnungszeiten entleihbar.

Ende klein Andreas S. Lübbe: Für ein gutes Ende. Von der Kunst, Menschen in ihrem Sterben zu begleiten. München: Heyne 2014. Signatur: FA 1.27 / Lübbe

„Das, was Menschen unter guter Lebensqualität verstehen, ist eine höchst individuelle Angelegenheit“ – das ist ein Kernsatz dieses Buches.
Prof. Dr. Andreas Lübbe ist Onkologe und Leiter einer Palliativstation. Mit eindringlichen Worten, aber immer kompetent und warmherzig, beschreibt er, worauf es ankommt: die Kommunikation zwischen Arzt und Patient – die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegern – die Einbeziehung von Angehörigen.
Dr. Lübbe beschreibt sehr anschaulich und empathisch, wie er zur Palliativmedizin gefunden hat. Seine ärztlichen Stationen ließen ihn alle Facetten der Medizin und der unterschiedlichen Behandlungswege erleben – diese waren nicht immer positiv.
Es war ein langer Weg bis zur Anerkennung der Palliativmedizin als ein eigener Studiengang in der Medizin. Dr. Lübbe zeigt anhand vieler Patientenberichte, wie wichtig die palliative Versorgung von den meist sterbenskranken Menschen ist. Wir erfahren, wie es nicht sein soll und was man tun kann, um die Zeit bis zum Lebensende in menschenwürdiger und friedlicher Art und Weise zu gestalten.
Ein wichtiges und berührendes Buch, das man wie eine spannende Geschichte des Lebens lesen wird.

Tobias Albers-Heinemann ; Björn Friedrich: Das Elternbuch zu WhatsApp, Facebook, YouTube & Co. Köln: O’Reilly 2014. Elterntipps kleinSignatur: Te 9.7 / Alber

Beide Autoren sind selber Familienväter; Tobias Albers-Heinemann ist Diplom-Sozialarbeiter, Diplom-Medienberater und arbeitet als Referent für Medienbildung bei der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau. Björn Friedrich ist Medienpädagoge und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Social Media, Games, mobilen Anwendungen.
In der Einleitung beschreiben die Autoren die Veränderungen, die die verschiedenen Medien und unseren Alltag betreffen.
Was machen die Jugendlichen im Netz? Message statt Mail, Postings, Pics und Klicks – so kommunizieren sie heutzutage.
Die größten Anbieter und Plattformen von „Social Media“ werden übersichtlich und gut verständlich dargestellt; WhatsApp, Facebook, YouTube, Instagram, Snapchat, Twitter: was geschieht dort, wie können Eltern ihre Kinder begleiten und unterstützen.
Ein wichtiges Kapitel: Cyber Mobbing – was sind die Symptome, wie ist die rechtliche Situation.
Fazit: Eltern sollten viel Geduld haben, sich immer wieder ihren Kindern als Gesprächspartner anbieten, immer für die Kinder da sein.
Im letzten Kapitel des Buches geben uns die Autoren eine Übersicht über viele nützliche Links und Angebote; ein Glossar rundet die Thematik ab.

coffeeville kleinJ. Paul Henderson: Letzter Bus nach Coffeeville. Zürich: Diogenes 2016. Signatur: Hende

Ein Erstlingswerk ist das Buch des englischen Autors; geboren 1948 in Bradford, Yorkshire. Er führte zunächst ein buntes und abwechslungsreiches Leben als Busfahrer, Finanzbuchhalter und Vertriebschef des Sachbuchverlags Wiley-Blackwell, bevor er zum Schreiben fand. Nachdem seine Mutter an Alzheimer erkrankte, wollte er „einen unernsten Roman zu einem ernsten Thema“ schreiben.
„Letzter Bus nach Coffeeville“ spielt in den Südstaaten von Amerika; es ist die Geschichte von drei alten Freunden (Eugene als Hauptakteur, Bob, den er in der Zeit seiner Aktivität in der Bürgerrechtsbewegung kennenlernte und Nancy, seine grosse Liebe). Nancy stammt aus einer weitverzweigten Familie; Mutter und Großmutter erkrankten an Alzheimer – und dies ist der rote Faden, der sich durch das Buch zieht. Die Geschichte rankt sich um viele Einzelepisoden, beginnend am Endes des zweiten Weltkrieges über den Vietnamkrieg bis in die Gegenwart. Die drei Freunde hatten sich im Laufe der Jahre aus den Augen verloren, aber jetzt meldet sich Nancy plötzlich – und bittet um die Erfüllung eines Wunsches, den sie gegenüber Eugene vor über 30 Jahren geäußert hat.
Das Buch ist witzig und traurig zugleich bis zum (unerwarteten) Ende der Geschichte – man möchte es nicht mehr aus der Hand legen

Franziska Rubin: Meine besten Gesundheitstipps fürs Älterwerden – vorbeugen, lindern, heilen. München: ZS – Verlag 2015. Gesundheitstipps kleinSignatur: Na 9.3 / Rubin

Was heißt hier eigentlich alt? Im 19. Jahrhundert war man mit 50 Jahren bereits alt – heute steht man damit mitten im Leben. Dr. Franzsika Rubin, promovierte Medizinerin und u.a. Moderatorin von medizinischen Sendungen im Fernsehen, erzählt uns zunächst etwas über den Begriff „Alter“ – zum Beispiel gibt es „junge Alte“ von 60 – 80 Jahren oder „alte Alte“, deren Alter bei 80 Jahren anfängt.
Aktiv und fit bis ins hohe Alter – wie macht man das – wie unterschiedlich kann „Alter“ aussehen?
Im Kapitel „Wie fit sind Sie?“ können wir selber anhand einiger kleiner Tests einiges über unseren Körper und unsere Fitness erfahren.
Die zwölf häufigsten Krankheiten – welche sind diese, woran erkennt man sie – was kann man tun : ein sehr wichtiges Kapitel in diesem Buch.
Daran schließt sich eine Übersicht an über häufige Beschwerden mit Tipps zur Vorbeugung und zur Selbsthilfe.
Am Schluss des Buches gibt uns die Autorin noch Wichtiges und Wissenswertes für die allerletzten Lebensjahre mit auf den Weg, ergänzt durch Buchtipps, ein Literaturverzeichnis sowie wichtige Adressen.

 

ovkleineEin Mann namens Ove – DVD. Erschienen August 2016, Laufzeit 112 Minuten. Signatur : 1405

Auch wer das gleichnamige Buch des schwedischen Autors Fredrik Backman nicht gelesen hat – diese Drama-Komödie um Ove , gespielt von Rolf Lassgard , ist ein wahrer Filmgenuss.
Ove, ein Mann Ende 50, lebt in einer Wohnsiedlung irgendwo in Schweden. Jeden Tag macht er seinen Kontrollgang – und wehe, etwas ist nicht so wie es sein soll... Ein grantiger Eigenbrötler – so kommt er herüber. Sein Leben läuft aus dem Ruder, seit seine geliebte Frau Sonja – so ganz das Gegenteil von Ove - gestorben ist und Ove auch noch seinen Job verliert.
Eigentlich denkt er darüber nach, seinem Leben ein Ende zu setzen... da zieht nebenan eine etwas chaotische aber liebenswerte Multi-Kulti-Familie ein. Oves Leben wird auf den Kopf gestellt... Plötzlich entdecken wir ganz andere Seiten an ihm.
Ein Film, der zum Lachen ist, aber auch rührend, witzig, schräg und faszinierend – unbedingt zu empfehlen.

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